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Verfasst am 13.03.2011 23:22:45 Uhr
In the South Seas
Inroduction and notes on the text



This poem intends to serve as an incentive for artists, writers and other creative people to organize some kind of help for people in distress - especially those suffering from the consequences of the severe earthquake with ensuing tsunami and threats of nuclear disaster in Japan.

The poem was written for a tsunami charity appeal in 2005 after the catastrophe in South East Asia and had its first reading there.

The title refers to the Scottish novelist Robert Louis Stevenson (The Treasure Island) and his account of the voyage he made. Together with the opening lines it also alludes to the German actor of international renown Ulrich Wildgruber who ended his life by walking into the sea and who during his lifetime is said to have nourished a great nostalgia for those distant islands - especially the one where the crew of the "Bounty" took refuge. Other film actors are mentioned serving the same purpose.

This is a poem about names. Names are intended to single out individuals from all the others. Individualism, however, loses all meaning in the face of natural or man-made disasters - such as Hiroshima or Sumatra tsunami - just to mention a few.





Who is Trevor Howard?

My brain tells me I used to know an actor

by this name

hunting down the Third Man in postwar Vienna,

sea-captain to HMS Bounty in the south seas -

second filming,

still this name sounds strange to me

what's so special about being called Trevor Howard?

Why not Mountain Fountain or

Mushroom Caterpillar?

How many Howards were lulled to sleep

by caring mothers

so many Trevors yelled at by disappointed wives

and many more wept over by desolate widows.

What makes this one stick out from all the others,

countless Asians - all alike

locust.

Donald, Kenneth, Malcolm, Duncan,

Mathrafal, Brenin Gwalia -

what's the difference between a king and a horse?

Did this mean anything when

we and the world were young and curious

getting to know things for the first time?

Now that the world is getting older

forgetting about what was before

names lose their hair and teeth.

They are talking about “Les liasons dangereuses”

and this man Malkovich

never mentioning Laclos nor Philipe, Gerard.

Two-hundred-and-sixty-thousand instantly dead

after the bomb exploded

several hundred feet above ground zero

how do we carry on afterwards

we the survivers

do we exist in the same universe

or are we reincarnated into another?

Transferred to a distant fragment of time?

Someone switched off the light

and when it came on again

after a millisecond or less

it was in a different room

where the roses had withered and all the birds flown away.

Why do I cry over you Trevor Hopkins -

unknown to me

on a fine winter morning

the colours of the rainbow still with a peculiar smell -

your child face not shining

through the changing faces of the years

more telling than on-and-off digits of DNA

and other perishable particles

unpredictably charged?

Is it just because my brain

refuses to function

confuses words and music

losing its proper sense of proper identity?

Who will take up your life song

First sung on the day you were born,

Who?

Exit Frankie Howard, no encores.
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Verfasst am 08.05.2010 11:57:58 Uhr
Was schön ist
19:14 2010-05-07

Was schön ist

Kalter Maimorgen.
Es hat zu regnen aufgehört.
Deine Katze liegt auf der Gartenbank und döst.
Im Dorf grüßen sie und winken.
Sie kennen mich, wir kennen uns beim Namen.
Gerhard der Dorfsimpel mit den Bärenkräften
hat frei und spaziert hinaus in den Wald.
He, nichts zu tun?
Nö, nichts los.
Kein Holz zu hacken, was macht der Garten?
Zu naß.
Dann können meine Kühe ja wieder über den Zaun.
Nix da - grinst und geht seines Wegs.
In Umkehrung des Herbstes
sprießt und knospt das Laub in den Zweigen
von Rostrot bis Weiß und Frischgrün.
Am hellsten leuchten die Buchen vor schwarzem Stammholz.
Der Bach schäumt und gurgelt vom Berg zwischen den Erlen,
Matten von Scharbockskraut schon verblüht an beiden Ufern.
Ich denke noch an das Gespräch, das wir eben hatten,
das Tränen hervorpreßt des Glücks -
oder besser, wie war das, wie sagte ein Freund -
weil ich tief berührt wurde,
wie nur Du es kannst.
Deine Katze ist ins Haus gekommen, zu mir.
Das wollte ich Dir noch sagen, bevor es zu spät ist.
Denn alles ist von Bedeutung, was uns trägt.
Das ist es,

Was wichtig ist.

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Verfasst am 08.06.2009 19:44:37 Uhr
Europawahl: Wirtschaftskompetenz??
Bei einer Wahlbeteiligung unter 50 % entschieden sich bei der Europawahl vom vergangenen Sonntag fast 50 % der Deutschen für das "christlich-konservative" Lager, während die Sozialdemokratie abschlaffte. Analysten sprechen dann auch gleich davon, daß in Krisenzeiten das Wahlvolk den C-Parteien doch mehr Kompetenz in Wirtschaftsdingen zutraue. Fürwahr - denn nach dem Debakel der Auto- (Opel., Porsche, VW), Finanz- (HypoReal) oder Dienstleistungsindustrien (Karstadt/Arcandor) hat doch ein Industriezweig, für den konservative Politik seit Menschengedenken stark dasteht, erhebliche Profite gemacht: die bundesdeutschen Waffenexporte in die Kriegsgebiete von Mutter Erde haben um 70 % zugelegt. Wer will angesichts solcher fetten Zahlen überhaupt noch von Krise reden! Freilich - in fast allen Kriegen weltweit - ob nun Sudan, Afghanistan, Irak, Kurdistan, Sri Lanka oder die Kriege gegen die Ausräuberung der Bodenschätze im Regenwald Lateinamerikas - werden hauptsächlich so unschuldige wie überflüssige Zivilisten abgeschlachtet. Das hat konservative und ökölogisch weitsichtige Wirtschaftskompetenz richtig erkannt: in erster Linie gilt es, die menschliche Übervölkerung des Globus drastisch zu reduzieren. Jawohl, Herr Hoffnungsträger uns Senkrechtstarter James Bond von und zu Gutenberg!

Ein Artikel von (c)Ulrich Lubda für HOFKUNST
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Verfasst am 20.04.2009 11:30:15 Uhr
Grüne Gentechnik - Fluch oder Segen?

Diese schon seit Jahren geführte Diskussion bedarf über die bisherige, allein biologisch-ökologische Betrachtungsweise hinaus dringend einer allgemeineren, übergeordneten Perspektive. Die sogenannte grüne Gentechnik, die industrielle Erzeugung genmanipulierter Organismen (Pflanzen, Tiere) - wie auch die Patentierung von (Zuchtverfahren von) Pflanzen und Tieren - beruht auf einer profitorientierten, die Menschen und die Natur/Umwelt ausbeutenden Wirtschaftweise. Sie dient weder dem Allgemeinwohl noch dem Fortschritt, sondern lediglich der Gewinnmaximierung einiger weniger Weltkonzerne.
Was hat uns die Profitgier der Marktwirtschaft, der Hedonismus eines hemmungslosen Kapitalismus gebracht?
- eine tiefgreifende globale Finanzkrise und in der Folge eine noch gravierendere Weltwirtschaftskrise,
- eine schon seit Jahrzehnten schwelende, nun aber für Jedermann spürbare, nicht mehr umkehrbare globale Umweltkrise.
Allein aus diesen Gründen ist Umdenken und Neuorientierung angezeigt. Die Hamburger Landesbischöfin Jepsen war neulich mit dem Satz zu hören, daß - falls sich die Krise beruhigt oder abschwächt und wir dann weitermachten wie bisher - wir überhaupt nichts aus dieser globalen Krise gelernt hätten. Der Philosoph und Medienstar Peter Sloterdijk fordert eine Neufassung des kategorischen Imperativs - dahingehend, daß wir bei allem, was wir jetzt tun und anfangen, in Betracht ziehen müssen, ob wir die Konsequenzen dessen für nachfolgende Generationen verantworten können.
Grüne Gentechnik wird gern als zukunftsorientierte Technologie bezeichnet. Tatsächlich ist es von Ansatz und Durchführung her ein Verfahren von gestern.
(Nachtrag zu einer kontroversen Diskussion im DLF zum Verbot kommerziellen Anbaus von Genmais in Deutschland am 20.04.2009)
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Verfasst am 31.10.2008 18:33:54 Uhr
Halloween und Allerheiligen und Landesbischöfin Käßmann (Hann)


Bischöfin Käßmann spricht von Karnevalisierung unserer Gesellschaft, alles müsse nur noch Spaß bringen - so auch der inhaltsleere US-Import Halloween, Tanz um den Kürbis. Keiner redete mehr vom Ewigkeitssonntag.

Bei uns in Deutschland ist Halloween hauptsächlich ein US-Import, das ist richtig. Aber z.B. in Großbritannien, d.h. in Schottland wurde und wird dieser Tag, diese Nacht traditionell immer schon begangen - in weniger aufwendiger, weniger kommerzieller, ursprünglicher Form allerdings.
Und inhaltsleer? "Halloween", von Hallow Eve(ning) = Heiliger (Vor)abend, Heilige Nacht vor "All Hallows" = Allerheiligen. Nicht von ungefähr wurden die christlichen Feste Allerheiligen und Allerseelen auf das Datum des alten kelto-germanischen Festes zur Wiederkehr der Geister der Verstorbenen (vgl. das Fest der hungrigen Geister in Asien) gelegt. Der November ist demnach die Saison der Durchlässigkeit - von dieser zur anderen Welt. Und der Lärm von Halloween ist nichts anderes als Beschwörung von und Schutz vor möglicherweise unfreundlichen Geistern - genauso wie der Lärm zur Jahreswende, eigentlich der Wintersonnenwende. In der russisch-orthodoxen Tradition ist es Brauch, auf die Friedhöfe zu gehen und mit den Toten zu feiern und zu essen (zu Ostern). "Hallow" und seine alte gemeingermanische Wurzel erinnert zumindest klanglich an "Hel" (Hölle), das germanische Totenreich (das Verborgene, Verhüllte) bzw. an dessen Personifikation, die germanische Göttin der Unterwelt (Frau Holle)... Der kommerzielle US-Import bietet also eine Chance zur Rückbesinnung. Und was dessen inhaltliche Leere angeht - es sei daran erinnert, daß die Wurzeln der anglo-amerikanischen Kultur von religiösen Emigranten, den Puritanern (Pilgrim Fathers) und Eiferern, den ekstatischen "Zitterern" (Quakers) gelegt wurden, derer noch heute an "Thanksgiving" gedacht wird.


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